Manieren, Empathie und Stil


Allgemein
Projektleitung
Johner
Monika
Projektmitglied
Bogenmann
Andreas
Johner
Monika
Tolis
Sula
Zeitrahmen
31. Januar 2008, 08:00 bis 15:00 Uhr
Projektbegründung
Ausgangslage
Die Entwicklung eines nachhaltigen Gesundheitsbewusstseins aller an der Schule aktiv Beteiligter ist uns wichtig. Diese fünf Spezialtage ermöglichen es der BWS, den Lernenden ein gesundes und für sie erfolgreiches Jahr anzubieten. Sie ermöglichen einen persönlichen Reifungsprozess, der sich nachhaltig und positiv auf ihr Wohlbefinden auswirken kann.
Gesundheitsförderung und -bewusstsein ist im Schulalltag präsent und nachhaltig verankert. Seit diesem Schuljahr sind diese fünf Tage im Jahresprogramm fix verankert. Alle an der Schule beteiligten tragen ihr Möglichstes zu einem gesundheitsfördernden Klima bei. Alle setzen sich aktiv mit dem eigenen Verhalten und dessen Wirkung auf das eigene, wie auch auf das Wohlbefinden der Mitmenschen auseinander.
Annfang Schuljahr haben wir festgestellt, dass einige Lernende Schwierigkeiten mit einem gepflegten Umgang haben und andere Schüler darunter litten. Die Lehrerschaft entschloss, diesen Umstand anzugehen und so allen an der Schule Beteiligten eine angenehme Atmosphäre bieten zu können.
Am heutigen Tag geht es darum, Zusammenhänge zwischen Umgangsformen und Wohlbefinden zu erkennen. Die Teilnehmenden üben und reflektieren Verhaltensformen, die den Umgang in unterschiedlichen Lebenssituationen vereinfachen und zur erfolgreichen Integration in Beruf und Gesellschaft beitragen können.
Beschreibung des Projektes
Projektziel
Sie erkennen, wie wichtig Umgangsformen im Leben sind und dass die (veralteten?) Begriffe Anstand und Benehmen sehr viel mit Teamfähigkeit und Sozi-alkompetenz zu tun haben, welche in der heutigen Berufswelt nicht mehr wegzudenken sind. Ebenso sind Tischmanieren wichtig, haben nichts mit einem guten Schulzeugnis zu tun, und sind für alle lernbar. Sie sollen Sicherheit mit Tischmanieren erlangen und können diese situationsgerecht anwenden.
Sie wenden wichtige Umgangsformen in der Schule und im Leben an. Sie sollen durch einen spürbaren respektvolleren Umgang untereinander ermutigt werden,m diesen Ton auch in ihren ausserschulischen Bereich mitzunehmen. Eine gepflegte Sprache wird täglich in der Schulgemeinschaft gelebt und nötigenfalls untereinander korrigiert.
Der sorgfältige Umgang mit allgemeinem Material wird erkannt und wahrgenommen.
Strategien und Massnahmen
Die Lernenden üben und reflektieren Verhaltensformen wie z.B. Tischmanieren, Begrüssungsformen, Kleidervorschriften (Kleider machen Leute), wann ist Reden Silber und Schweigen Gold und wann ist es umgekehrt, Wirkungen im Raum von Dekorationen, Licht, Duft, Farben...
Der Tag wird in die folgenden drei Themenblöcke eingeteilt, welche die Lernenden im Verlauf des Tages durchwandern:
1. Manieren, Sitten und Herr Knigge:
Die Teilnehmenden kennen 3 wesentliche Benimmregeln und können diese adäquat anwenden:
- sich in gemischten Gruppen vorstellen
- Apero im Stehen mit Glas , Aperohäppchen, Serviette in der Hand. Wie gebe ich nun den Anwesenden die Hand und wie begrüsse ich sie?
- Bestecksprache kennen
- allgem. Tischmanieren
- Benehmen in öffentlichen Verkehrsmitteln

2. IQ ist Silber - EQ ist Gold
Die Teilnehmenden schulen anhand verschiedener Situationen ihr Einfüh-lungsvermögen und setzen sich mit IQ und EQ auseinander.

3. Stil
Die Teilnehmenden dekorieren, verschönern gemeinsam einen Raum und geben ihm eine stilvolle, festliche Atmosphäre.

Wir versuchen die Ziele zu erreichen, indem wir als Methoden Rollenspiele, Schattentheater, Filmsequenzen, Spielszenen einsetzen.
In Diskussionen reflektieren wir das Gesehene.
Geplante Evaluation
Die Lehrenden und neu seit diesem Schuljahr auch einzelne Klassen (alle die das Fach Gesundheit besuchen können) geben ein schriftliches, alle anderen mindestens ein mündliches Feedback ab.
Konzepte der Gesundheitsförderung
Chancengleichheit
Die Gruppen, die sich an diesem Tag von einem Thema zum Nächsten bewe-gen, sind so zusammengestellt, dass sie im Bezug auf Herkunft der Teilnehmenden und deren Geschlecht bewusst bunt gemischt sind.
Empowerment
Durch das Fördern der Fähigkeiten, sich in unserer Gesellschaft selbstsicherer und bewusster zu bewegen, werden die Teilnehmenden besser integriert und haben es leichter, sich im Alltag zu bewegen. Durch die Stärkung des Selbstwertgefühls infolge sicheren Benehmens und durch die Aneignung eines Handlungsrepertoires erfahren sie, dass Eigenverantwortung sie langfristig weiterbringt.
Partizipation
Anfangs Schuljahr unterrichte ich ein Modul unter dem Titel: "Me at my best" um die Lernenden auf ihre bevorstehenden Bewerbungsgespräche vorzubereiten. In diesen Gesprächen meldeten die Schüler unter anderem ihre Unsicherheiten mit Benimm-Regeln an. Die Bedürfnisse wurden zusammengetragen und Schwerpunkte der Befragungen sind die Inhalte der einzelnen Projekttage. Selbstverständlich wurden die Themen von der Spurgruppe dem LehrerInnenteam vorgestellt und abgesprochen. Diese Tage sollen ins Jahresprogramm passen und eine inhaltliche Steigerung enthalten. (siehe Titelblatt)
Langfristigkeit
Die Veränderung wird im Alltag regelmässig überprüft, indem wir die ganze Schulhausatmosphäre spüren und die Lernenden immer wieder auf positive Veränderungen ansprechen. So wird z.B. die Aula, welche ein regelmässiger Aufenthaltsraum für unsere Ju-gendlichen ist, wo sie auch essen können, je nach Jahreszeit von den Schülerinnen der Hauswirtschaftsklasse geschmückt und mit Tischdekorationen versehen. Wir haben kaum Beschädigungen und die Sch. setzen sich gegenseitig dafür ein, dass alles sauber und ganz bleibt. Im Turnus räumt und putzt jede Klasse nach der Mittagspause die Aula. Auf Klassenebene werden im täglichen Unterricht die Gesundheitsthemen der Projekttage wieder aufgenommen und im Schulalltag vertieft.
Zielerreichung (Evaluation)
Projektziele
Wir nehmen wahr, dass es den Lernenden in einem angenehmen Umfeld besser geht und sie auch bereit sind, etwas dafür zu tun und sich für positive Werte einzusetzen.
Die gesteckten Ziele wurden erreicht und die Rückmeldungen waren sehr positiv. Die Schulhausatmosphäre hat sich verbessert, der Umgang unter den Schülern ist respektvoller und gegenüber der Lehrerschaft korrekt. Sachbeschädigungen finden praktisch keine statt, abgesehen von normalen Missgeschicken.
Strategien und Massnahmen
Die verschiedenen Posten haben sich sehr bewährt. So kann das Thema von verschiedenen Seiten her angegangen werden und alle fühlten sich einbezogen und angesprochen. Drei mal 90 Min. hat sich als sehr effizient erwiesen. Die Zeitspanne ist nicht zu lang und die Sch. können gut am Thema bleiben und sich einlassen.
Stärken
Die Lehrer müssen "nur" einen Themenblock vorbereiten und können sich so einteilen, dass jeder sich dort einbringt, wo er am meisten befähigt ist. So ergibt sich eine sehr gute Nutzung von Synergien.
Die Durchmischung der ganzen Schule in gleichgrosse Gruppen gab den Lernenden die Möglichkeit, ausserhalb des Klassenverbandes neue Kontakte zu knüpfen und sich besser kennen zu lernen. Zudem ist dies eine indirekte Förderung der Gewaltprävention, denn je besser sich die Sch. untereinander kennen, desto grösser ist die Chance, dass Konflikten auf eine konstruktive Art gelöst werden.
- Schülerwünsche wurden aufgenommen und zu einem Spezialtag aufbereitet.
- Lernende sind sehr motiviert
Lehrerschaft ist sehr motiviert, hat Spass an der Durchführung, jeder Einzelne kann seine Stärken einbringen
- Spezialtage sind fix im Jahresprogramm verankert
- aufbauend für alle Teilnehmenden- nicht moralisierend
- Zusammenhang zwischen den einzelnen Tagen, logische Abfolge und Steigerung der Themen
- die Lernenden erleben die BWS als ein Team und ihre Lehrer anders als Unterrichtende
- Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung für alle
- Spezialtage sind in den Schulalltag eingeflochten
Schwächen
Die Mittagszeit von 30 Min. war zu kurz um in Ruhe zu essen. Die Mittagspause muss mind. auf 45 - 50 Min. verlängert werden.
Unsere Infrastruktur ist recht eingeschränkt, wir haben kein eigenes Schulhaus sondern sind in einem Bürogebäude eingemietet. Keine Schulküche, keine Sporthalle und eine kleine Aula. So muss alles in einem riesigen Spagat unter einen Hut gebracht werden. Wir haben über 100 SchülerInnen und die Möglichkeit der Durchführungsarten sind eingeschränkt. Parcours eignen sich am besten.
- SchülerInnen können nicht frei wählen sondern werden eingeleilt
Anhänge
Dateien
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