Stopp-Woche


Allgemein
Schule
Projektleitung
Köppel
Christa
044 984 08 91
Projektmitglied
Lüthert
Markus
Immler
Ursula
Zeitrahmen
2 bis 4 Lektionen in einer Spezialwoche
Projektbegründung
Ausgangslage
Unser Präventions-Konzept "Z-off" ( Mediation als Gewaltprävention) beinhaltet jährlich ein Schwerpunktsthema aus der Frühintervention. Im Rahmen des Gesamtkonzeptes definiert die Q-Gruppe den genauen Inhalt, der am jährlichen EVA-Tag im ganzen Team diskutuiert und festgehalten wird. In diesem Projekt sollen der "Umgang mit Regeln und Grenzen", sowie "Gefühle" thematisiert werden. Die Stopp-Regel soll ganz gezielt thematisiert und eingeübt werden. Bei Stopp ist Schluss!
Einbezogen werden Elternrat und die Polizei (Jugendarbeit).
KIGA und Unterstufe bearbeiten das Projekt über das Kinderbuch "Geh nie mit einem Fremden"
Die Mittelstufe bearbeitet das Projekt über die Themen "Internet, chatten, Handygebrauch" mit der Polizei. Den pädagogischen Bereich decken die Lehrpersonen in allen Stufen mit vorbereiteten Unterlagen ab.
Ein Elternabend wird von Eltern für Eltern mit der Polizei und der schweiz. Gewaltpräventionsstelle sig durchgeführt.
Beschreibung des Projektes
Projektziel
KIGA und UnterstufenschülerInnen sollen sich über persönliche Regeln und Grenzen zu ihrem eigenen Schutz, dann aber auch über Regeln und Grenzen in der Gruppe bewusst werden.
Wann kommt mir ein Mensch zu nahe und was kann ich tun, wenns brenzlig wird.
Bei "stopp ist Schluss", soll von allen Beteiligten an unserer Schule ernst genommen und respektiert werden.
Regeln und Grenzen, insbesondere die Stopp-Regel, verbunden mit den Gefühlen werden genauso auf der MST thematisiert und bearbeitet.
Diese Stufe soll sich zudem der Gefahren im Chatraum bewusst werden.
Alle SchülerInnen wissen, wo und wie sie in brenzligen Situationen Hilfe holen können und alle kennen die wichtigen Chatregeln und können sie anwenden.
Die SchülerInnen können in schwierigen Situationen im realen Leben, wie auch im virtuellen Raum sinnvoll und vernünftig reagieren und Hilfe am richtigen Ort holen.
Die Stopp-Regel wird auf dem Schulareal in schwierigen Momenten angewendet und von allen ernst genommen.
Strategien und Massnahmen
Die pädagogischen Übungen/ Rollenspiele üben die Klassenlehrpersonen in der Regelklasse.
Die schweiz. Gewaltpräventionsstelle übt mit den KIGA's und den UntertsufenschülerInnen das Nein sagen und weglaufen in brenzligen Situationen.
Die MittelstufenschülerInnen lernen über einen stufengerechten Film die Gefahren des Internets kennen. Hier werden sie von der Polizei eingeführt und begleitet.
Alle Eltern werden am Eltern-Anlass über den Inhalt dieser Präventionswoche informiert und die Polizei gibt wichtige Informationen zum Handy- und Internetkonsum bei Mittelstufenkindern.
Die Lehrpersonen erhielten vorgängig eine Weiterbildung zum neuen Lehrmittel "Medienkompass".
Geplante Evaluation
Für die Q-Gruppe und deren Weiterplanung wurden 9 relevante Fragen gestellt, die für Lehrpersonen und für die einzelnen Klassen speziell geschrieben wurden. Die Fragen wurden in der jeweiligen Zielgruppe aus-gewertet und die Resultate auf einer Zielscheibe für das Lehrerzimmer visuell dargestellt. Der Elternrat hat uns eine Auswertung in Textform zugeschickt, die für alle einlesbar war. Die Gemeindepolizei hat alle Auswertungsresultate zugestellt bekommen.
Konzepte der Gesundheitsförderung
Chancengleichheit
Regeln und Grenzüberschreitungen sind bei beiden Geschlechtern wichtige Themen, alle benötigen wichtige und griffige Tools für ihre Zukunft. Es werden beide Geschlechter mit dem gleichen Inhalt konfrontiert.
Empowerment
Nein sagen wurde bei den Unterstufen und Kindergarten Schülern auf der körperlichen Ebene mit einer Instruktorin des sig (Kampfsport f. Frauen) umgesetzt und eingeübt.
Auf der Mittelstufe organisierten die Eltern einen freiwilligen Kurs in Selbstverteidigung erstmals für die Mädchen. Wir bleiben dran und müssen immer auch die Kosten im Griff haben. (die Jungs folgen später)
Die Polizei zeigte mit einem eindrücklichen Film für die Mittelstufe die Gefahren im Internet auf.
Langfristigkeit
Die Stopp-Regel wird von allen angewendet, wenn es notwendig ist. Das Verständnis für das Befolgen von Regeln wird bei allen sensibilisiert. Die MittelstufenschülerInnen können grundlegende Chatregeln anwenden und sie besitzen ein persönliches Arbeits-Plakat für zu Hause.
Das Nein sagen, wie alles andere, muss gezielt immer wieder thematisiert und geübt werden.
Zielerreichung (Evaluation)
Projektziele
Die Stopp-Regel wirkt, das ist klar ersichtlich. Auf dem Pausenplatz setzen die Kinder ihre persönlichen Regeln oder im Schülerparlament werden Gemeinschaftsregeln aufgestellt und bei Bedarf überarbeitet. Wenn den Kindern Gefühle-Karten zur Verfügung stehen, kleben sie individuell und freiwillig ihre Gefühle.(ergibt für die LP ein Stimmungsbarometer ihrer Klasse).
Für Internet und Chatraum können wir nur Vertrauen in unsere SchülerInnen haben - das geschieht in unbeaufsichtigten Zonen ausserhalb der Schule.
Strategien und Massnahmen
Die Schülerinnen bewegen sich kritischer im Chatraum.
Die SchülerInnen wissen, dass sie Grenzen setzen dürfen und müssen, wenn es für sie schwierig wird. Sie wissen auch, wo und wie sie Hilfe holen können.
Wenn andere Grenzen setzen, werden sie vermehrt respektiert.
Stärken
die Vernetzung mit Eltern Polizei und sig
Alle sprechen vom Gleichen, wenn es um das Einhalten von Regeln geht.
Die SchülerInnen, Lehrpersonen und Eltern konnten die Polizei und ihre Arbeit kennenlernen
Die SchülerInnen, Lehrpersonen und Eltern lernten Gefahren im Internet kennen, zudem bekamen sie wertvolle Tipps für ihr Verhalten gegenüber ihren Kindern "Präsent sein, Beziehung zum Kind aufrecht erhalten" sind wichtige Teile der Präventionsarbeit
Sinn und Zweck des neuen Reglementes zu Handy und Internet wird von allen erkannt.
Die SchülerInnen wenden die stopp - Regel mutiger an.
Schwächen
am Eltern-Anlass erscheinen vorallem Eltern, die bereits sensibilsiert auf diese Thematik ist.
Es ist schwierig, bildungsferne Eltern und Eltern mit Migrations-Hintergrund aufs Boot zu nehmen.
Elternrat müsste mehr lobbyieren für ihren Anlass oder evt. mit Anmeldungen organisieren
Nein sagen auf der körperlichen Ebene wissen die Kinder im Kopf - sobald es ernst gilt - vergessen sie viele guten Vorsätze. Müsste regelmässig trainiert werden.
Für die Organisation liessen sich kaum Eltern finden
Viele Mittelsufen-Eltern verpassten sehr wertvolle Infor-mationen zum Internet-und Handygebrauch.