Förderung sozialer Kompetenzen an unserer Primarschule: PFADEProgramm zur Förderung Alternativer Denkstrategien


Allgemein
Projektleitung
Projektmitglied
Kägi
Ruedi
044 715 17 39
Kurzbeschreibung
Weiterführung der Arbeit mit Hilfe des Programms PFADE

http://www.gewaltprävention-an-schulen.ch
Beschreibung
Das Programm PFADE (Programm zur Förderung Alternativer Denkstrategien) ist ein Lehrmittel zur nachhaltigen Förderung von sozialen Kompetenzen bei Kindern im Primarschul- und Kindergartenalter.
Zeitrahmen
Sept. 2016 - Juli 2018
(Fortsetzung der bisherigen Arbeit)
Projektbegründung
Ausgangslage
Der Umgang der SchülerInnen untereinander gibt immer wieder zu Diskussionen im Lehrerteam Anlass:
Beschimpfungen, Beleidigungen führen immer wieder zu Streit oder gar tätlichen Auseinandersetzungen.
In den Klassenräten sind solche Vorfälle ein Dauer-Thema.
Die Aufarbeitung von Konflikten ist uns wichtig. Sie kostet viel Zeit und Energie.
Durch die Umsetzung des Programmes "PFADE" erhoffen wir LehrerInnen uns neue Impulse und eine präventive Wirkung auf das Zusammenleben in unserem Schulhaus und auf unserem Pausenplatz.
Beschreibung des Projektes
Projektziel
Verminderung des agressiven Verhaltens gegenüber Mitmenschen beim Auftreten von Problemen.
Verminderung von Ablenkbarkeit , Unruhe, Stehlen, Lügen und anderen unerwünschten Reaktionen im Unterricht
Verminderung von selbst-schädigendem Verhalten beim Auftreten von Problemen: Ohnmachtsgefühle, Depressivität, sozialer Rückzug, Substanzmissbrauch etc.
Vefbesserung des Klassen- und Schulhausklimas
Verminderung von Disziplinproblemen
Entlastung der Lehrpersonen - Burnout-Prophylaxe
Strategien und Massnahmen
Zusammenarbeit mit dem Institut für Erziehungswissenschaft an der Universität Zürich
Mitarbeit am Projekt PFADE unter der Leitung von Rahel Jünger

rjuenger@ife.uzh.ch
Geplante Evaluation
PFADE ist eines der ganz wenigen Programme, die im Hinblick auf die Prävention von Gewalt und ande- rem Problemverhalten seriös evaluiert und für wirkungsvoll befunden wurden. Vom Center for the Study and Prevention of Violence der University of Colorado. Ein Gremium von sieben führenden und hervorragend qualifizierten Experten der Evaluationsforschung prüfte dabei 700 in Frage kommende Programme. Hierbei wurden einzig zwölf Präventions- und Interventionsprogramme gefunden, die eine nachhaltige Wirkung im Hinblick auf die Reduktion von Gewaltkriminali- tät, Aggression, Delinquenz und Substanzmissbrauch zeigen. PFADE ist eines davon. Das Programm wurde 2004 auf die Situation in der Schweiz adaptiert und im Rahmen des "z-proso"-Projekts** über mehrere Jahre hinweg wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

*) Quelle: http://www.gewaltprävention-an-schulen.ch/

**) Link: http://www.z-proso.ethz.ch
http://www.ife.uzh.ch/index.php?treenode_id=255
Konzepte der Gesundheitsförderung
Chancengleichheit
Das Programm kann geschlechterunabhängig durchgeführt werden. Wichtig ist eine gewisse sprachliche Kompetenz der beteiligten Personen. Die religiöse Herkunft spielt darin kaum eine Rolle. Hingegen sind die familiären Hintergründe wichtig und werden auch immer wieder angesprochen. Es sind mehrmals Brie-fe an die Eltern vorgesehen.
Empowerment
Das Programm PFADE lässt sich nur erfolgreich umsetzen, wenn es im Stundenplan fix implantiert ist.
Die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Klassen werden in speziellen Unterrichtsstunden angesprochen und beteiligt.
Langfristigkeit
PFADE setzt an, bevor Feuer im Dach ist. PFADE betreibt Frühprävention bei Kindern der Unter- und Mittelstufe, so dass diese im Jugendalter über Problemlösungsstrategien verfügen sollten, die ihnen einen kreativen Umgang mit herausfordernden Situationen erlauben. So können spätere Schäden und zu spät einsetzende, teure Interventions- oder Sanktions- massnahmen vermieden werden.
Zielerreichung (Evaluation)
Projektziele
Wie gut die Ziele erreicht werden, hängt davon ab, wie weit jede Lehrperson zur Mitarbeit über einen längeren Zeitraum gewonnen werden kann. Dazu benötigt es mehrere pädagogische Gesamtkonferenzen pro Jahr.
Strategien und Massnahmen
Die ersten Reaktionen der SchülerInnen stimmen zuversichtlich. Das Programm scheint eine gute Akzeptanz zu haben. Die meisten Kinder sprechen gerne über die Themen, welche in PFADE zur Sprache kommen.
Besonders das Element "Kind-der-Woche" (KdW) hat sich bewährt und wird in allen Klassen regelmässig verwendet.