"Entschleunigung"


Allgemein
Projektleitung
Kontaktlehrperson
Projektmitglied
Pouly
Sarah
Keller
Mirjam
Ulrich
Martin
Kurzbeschreibung
Das Projekt „Entschleunigung“ wurde aufgrund des Bedürfnisses der Lehrerinnen und Lehrer lanciert. Zeit und Musse für entschleunigende Aktivitäten, so wie es der Lehrplan vorsieht, sollen im alltäglichen Unterricht gezielt Raum erhalten.
Eine weitere Zielgruppe war das Lehrerkollegium, welches an einem Angebot von regelmässig durchgeführten geselligen und sportlichen Aktivitäten teilhaben soll.
Beschreibung
An einer Standortbestimmung wünschte sich die Lehrerschaft, den intensiven Schulalltag zu entschleunigen. Die neu gebildete Arbeitsgruppe Gesundheit und Prävention nahm die verschiedenen Ideen auf und arbeitete ein Projektkonzept aus. Dessen Kernidee bestand darin, dass die Lehrpersonen in den Klassen individuelle Entschleunigungs-Aktivitäten erarbeiten und diese regelmässig durchführen sollen. Vorschläge für diese Aktivitäten wurden gemeinsam zusammengetragen und durch einen Bewegungscoach an einer Kick-off-Veranstaltung ergänzt.
Für die Lehrerschaft wurden von der Arbeitsgruppe gesellige und sportliche Aktivitäten eingeplant oder mit solchen ergänzt.
Zeitrahmen
Januar 2014: Standortbestimmung
September 2014: Kick-off-Veranstaltung
November 2014 bis Januar 2015: Umsetzung der Entschleunigungs-Aktivitäten
Februar 2015: Evaluation
Projektbegründung
Ausgangslage
Gesundheitsförderung ist an der Schule Horgen bereits seit längerer Zeit etabliert. An der Sekundarschule bestehen deshalb bereits verschiedene Angebote wie etwa das Gewalt-präventionsprojekt Peacemaker, das Timeout-Programm Step-by-Step oder der SchülerInnenRat, der Angebote wie Sport über Mittag durchführt. Mit dem Beitritt in das Kantonale Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen im Januar 2014 wurde eine verbindliche Struktur der Gesundheitsförderung geschaffen.
Beschreibung des Projektes
Projektziel
Zielgruppe Schülerschaft:
Zwischen November 2014 bis Ende Januar planen alle Lehrpersonen aufgrundund ihrer individellen Zielvorgaben Entschleungigungs-Aktivitäten und führen diese regelmässig im Unterricht durch. Die SuS lernen nützliche Möglichkeiten kennen, wie sie ihren Alltag bewusster gestalten und Stresssituationen besser meistern können.
Die Wirksamkeit dieser Aktivitäten wird in einer individuellen Evaluation bei den SuS durch die Lehrpersonen überprüft, die Auwertung wird am 5. Februar 2015 an die Arbeitsgruppe Gesundheit und Prävention abgegeben.
Die Lehrpersonen führen ab Februar 2015 Entschleunigungs-Aktivitäten im eigenen Rhythmus weiter. Als Ideen-Katalog dient eine Sammlung an Entschleunigungs-Aktivitäten, der vom Kollegium im Rahmen der Evaluation zusammen gestellt wird und im Lehrerzimmer aufgestellt ist.

Zielgruppe Lehrerschaft:
Für die Lehrpersonen organisiert oder koordiniert die Arbeitsgruppe Gesundheit und Prävention ab Schuljahr 2014/15 freiwillige, einmal im Monat statt findende Aktivitäten ausserhalb des Unterrichts. Sie dienen zur Entspannung und zur Pflege des sozialen Kontakts untereinander.
Jährlich wird eine Umfrage zu den Aktiviäten durchgeführt.
Strategien und Massnahmen
1. Von der Basis für die Basis:
Die Ideen für die Entschleunigungs-Aktivitäten werden von den Lehrpersonen zusammen mit den SuS erarbeitet, um den Bedürfnissen der Jugendlichen in der Klasse gerecht zu werden und eine hohe Wirkung erzielen zu können. Die Ziele werden schriftlich festgelegt.

2. Ideen und Erfahrungen werden festgehalten und sind für alle zugänglich:
Schwerpunktbereiche sind „Entspannung und Bewegung“, „Stimme und Farbe“ sowie „Outdoor und Natur“. Die Sammlung der Ideen wird in einem Ordner und auf dem Server, welcher für alle zugänglich ist, archiviert.
In den Jahrgangsteam-Sitzungen werden die Erfahrungen jeweils ausgetauscht. Für die Evaluation werden die durchgeführten Aktivitäten zusammen mit den persönlichen Erfahrungen der Lehrpersonen schriftlich festgehalten.

3. Kommunikation:
Regelmässige Beiträge über die Gesundheitsförderung werden jeweils in der Schulzeitung publiziert, um die Eltern über die laufenden Aktivitäten zu informieren.
Geplante Evaluation
In den regelmässigen Sitzungen des Jahrgangsteams findet laufend ein Erfahrungsausgtausch statt.
Nach Abschluss der Durchführungsphase wird am 5. Februar 2015 eine zweiteilige schriftliche Umfrage durchgeführt:
Teil 1:
Überprüfung der individuellen Ziele mit Begründung des Resultats und evtl. mit Verbesserungsvorschlag durch die Lehrperson. Diese Vorlage wird der Arbeitsgruppe Gesundheit und Prävention abgegeben.
Teil 2:
Auf einer Vorlage sind die durchgeführten Aktivitäten von den Lehrperson beschrieben und illustriert. Die Sammlung der Aktivitäten sind von der KLP Gesundheit und Prävention nach der Präsentation in einem Ordner im Lehrerzimmer zur Inspiration abgelegt.
Konzepte der Gesundheitsförderung
Chancengleichheit
Entschleunigung gibt jeder Schülerin, jedem Schüler die Möglichkeit, Instrumente kennen zu lernen, um den Körper bewusst wahrzunehmen und seine eigene Balance zu finden.
Jede Lehrperson hat die Aufgabe, die individuellen Bedürfnisse der anvertrauten SuS zu erfassen und die Aktivitäten entsprechend danach auszurichten.
Empowerment
Sowohl die Lehrpersonen als auch die SuS erhalten eine breite Auswahl an Tools, wie sie im Alltag körperliche oder emotionale Entspannung bewirken können. Da jeder Mensch individuelle Bedürfnisse hat, ist es eine wertvolle Bereicherung, die passende Entspannungs-Aktivität zu finden. Diese Fähigkeit kann im späteren Berufsleben sehr wertvoll sein.
Partizipation
Dieses Projekt ist so aufgebaut, dass sämtliche Lehrpersonen an der Oberstufe verpflichtet sind, entsprechenden Aktivitäten im Unterricht mit den Schülerinnen und Schülern zu erarbeiten und umzusetzen. Es ist auch erwünscht, dass die SuS eigene Ideen in den Unterricht miteinfliessen lassen.
Langfristigkeit
Entspannungs-Aktivitäten müssen immer wieder geübt werden, um eine nachhaltige Wirkung, gerade in Stresssituationen, erzielen zu können. Einerseits ermuntert die Ideensammlung, die im Lehrerzimmer bereitgestellt ist, die Lehrpersonen immer wieder, die eine oder andere Aktivität im Unterricht auszuprobieren. Neu werden an den jährlich stattfindenden Mitarbeitergesprächen die gesundheitsfördernden Massnahmen im Unterricht besprochen.
Zielerreichung (Evaluation)
Projektziele
Zielgruppe Schülerschaft
Die Auswertung der Entschleunigungs-Aktivitäten ergaben ein durchaus erfreuliches Bild: Die grosse Mehrheit der Lehrerschaft äusserte sich positiv, wenn auch nicht alle Aktivitäten wie geplant durchgeführt werden konnten. Fazit: Erfolg nur durch regelmässiges Üben!
Zielgruppe Lehrerschaft
Die Umfrage im Oktober ergab eine positive Resonanz bezüglich der geplanten Aktivitäten. Die Beteiligung an den Anlässen war jedoch verschieden hoch, die Stimmung aber stets positiv!
Strategien und Massnahmen
Bewährt haben sich:
- Partizipation der Lehrpersonen, beispielsweise beim Aufsammeln der Ideen für die Entschleunigungs-Aktivitäten.
- Die Kick-off-Veranstaltung mit einem externen Fachmann, der überzeugend wertvolle Inputs vermitteln konnte.
- Der Projektumfang wurde bewusst sehr klein gehalten. Die anfänglichen Ideen, beispielsweise den Elternrat ebenfalls in die Umsetzung miteinzubeziehen, wurden verworfen. Organisatorisch hat sich dieses Setting bei diesen Rahmenbedingungen bewährt.
Weniger bewährt haben sich:
- Der grosse organisatorische Aufwand (viel Papier), bis das Projekt aufgegleist war.
Stärken
„Entschleunigen“ wurde sehr bald zum geflügelten Wort an der Schule – Was kann man sich nach der Einführung von Gesundheitsförderung Schöneres wünschen? Dieses Projekt legte zweifelsohne einen positiven Grundstein für weitere Massnahmen im Bereich Gesundheit und Prävention.
Schwächen
„Entschleunigen“ ist ein Begriff, der nicht richtig fassbar ist, respektive überprüft werden kann. Es ist nicht einfach, alle Lehrpersonen für etwas zu begeistern, das nicht auf Anhieb konkret erkennbar ist. Tendenziell haben die in Gesundheitspräventionsthemen sensibilisierten Kolleginnen und Kollegen sehr engangiert gearbeitet und die Aufgabe erfolgreich umgesetzt. Die weniger sensibilisierten Kolleginnen und Kollegen konnten kaum erreicht und motiviert werden.
Es erforderte von Seiten der Arbeitsgruppe sehr viel Engagement und Feingefühl, immer wieder auf das Thema und die Aufgabe aufmerksam zu machen, ohne dabei ermüdend zu wirken.
Anhänge
Fotos
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Dateien
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